Neu im Durlacher Blatt

Am 22.11.2012 sind zwei Artikel von mir im Durlacher Blatt erschienen. „Karlsruher Biomüll im Eisenhafengrund“ auf der Titelseite beschäftigt sich mit dem geplanten Neubau einer Trockenvergärungsanlage zur Weiterverarbeitung von Biomüll. „Fit mit Diabetis“ ist ein Bericht über eine Infoveranstaltung zum Thema Leben mit Diabetis. Die Fotos in den Artikeln sind ebenfalls von mir. Im Folgenden meine Original-Manuskripte:

„Karlsruher Biomüll im Eisenhafengrund – Bürger und Politik diskutierten in der Karlsburg

Der geplante Neubau einer Trockenvergärungsanlage zur Verarbeitung von Biomüll im Eisenhafengrund in Durlach ruft bei den Anwohnern Besorgnis hervor. Ortsvorsteherin Alexandra Ries hat deshalb am letzten Montag zu einer Diskussionsveranstaltung in die Karlsburg geladen, auf der sich neben dem zuständigen Bürgermeister Klaus Stapf auch Experten der Stadtwerke und des AfA den Fragen der Bürger stellten.

Seit 1997 besteht im Eisenhafengrund eine Nassvergärungsanlage, in der Bioabfall aus ganz Karlsruhe zu Kompost verarbeitet wird. Aus den durch die Vergärung entstehenden Gase werden Strom und Wärme gewonnen, die über ein Blockheizkraftwerk zur Energieversorgung der Wohngebiete Rehbuckel 2 Fünfzig Morgen genutzt werden.

Diese Anlage ist jedoch mittlerweile den gestiegenen Müllmengen nicht mehr gewachsen. Deshalb wurde im Jahr 2009 die Stadtverwaltung vom Gemeinderat mit der Planung einer neuen Anlage beauftragt, die den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen und außerdem kostengünstiger arbeiten soll. Im April 2012 schließlich hat der Gemeinderat dann die weitere Planung des vom Dezernat 5 vorgeschlagenen Konzeptes einer neuen Trockenvergärungsanlage auf dem Gelände der bestehenden Anlage genehmigt.

An diesem Punkt setzt die Kritik der Anwohner ein, die sich von der Stadtverwaltung übergangen fühlen, da sie bisher keine Möglichkeit hatten, an dem Planungsverfahren teilzunehmen. So beklagte Günther Masilius von der Bürgeraktion Eisenhafengrund, dass das Dezernat 5 Anfragen nach Einsicht in das Umweltverträglichkeitsgutachten wochenlang ignoriert hätte.

Auch sei der Eisenhafengrund bereits als Standort festgelegt worden, ohne dass im Stadtgebiet vorhandene Alternativen geprüft worden wären. Diese gäbe es aber, wie Stephan Häusler von der Bürgeraktion ausführte. Es sei völlig unnötig, dass ein reines Wohngebiet unter der Lärmbelästigung durch das erhöhte Verkehrsaufkommen der LKWs der Müllabfuhr leiden müsse, wenn es in Karlsruhe so viele Industriebrachen gäbe. Ebenso würden mögliche Geruchsemissionen der durch Vergärung des Mülls anfallenden Gase an solchen Standorten keine Belästigung darstellen.

Heftig kritisiert wurde von der Bürgeraktion auch, dass bislang keine technischen Alternativen zur Trockenvergärung geprüft worden seien. So sei eine Erweiterung der bestehenden Nassvergärungsanlage deutlich kostengünstiger und ökologisch sinnvoller. Ein neues Müllkonzept ohne die Trennung von Bio- und Restmüll sei zudem eine kostensenkende Alternative für ganz Karlsruhe und würde Anlagen wie die im Eisenhafengrund geplante überflüssig machen.

Bürgermeister Stapf räumte eine Verzögerung bei der Weitergabe des Gutachten ein, betonte jedoch, dass weder sein Dezernat noch der Gemeinderat bisher einen konkreten Beschluss gefasst hätten. Man sei nach wie vor im Planungsverfahren und werde ohne die Beteiligung der Bürger keine Entscheidung treffen. Man müsse jedoch bei einer Planung irgendwo anfangen. Sein Dezernat habe unabhängige externe Experten beauftragt und deren Konzept zeige, dass es auch gute Gründe für den Eisenhafengrund und die Trockenvergärung gäbe. Er freue sich aber über die Einwände und Vorschläge der Bürger und versprach, dass sein Dezernat in Zukunft die Bürgeraktion stärker in die Planungen miteinbeziehen wolle. Lösungen könne und wolle man nur gemeinsam erreichen.“

„Fit mit Diabetis – Bewegung ist das beste Medikament
„Mensch‘ beweg Dich!“ – unter diesem Motto hatte am 13. November das Bündnis „Diabetis in Aktion“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Stapf zu einem Infoabend in die Karlsburg geladen. Ziel der gut besuchten Veranstaltung war es, zu vermitteln, wie ein aktives und erfülltes Leben mit der Diagnose Diabetis möglich ist. Außerdem sollten Wege zur Senkung des Erkrankungsrisikos aufgezeigt werden.

Eine der Hauptursachen für Diabetis sei zu wenig Bewegung, wie die Leiterin des Gesundheitszentrums der AOK Mittlerer Oberrhein, Frau Dr. Lücke in ihrem Vortrag erläuterte. Dabei wirke das Medikament „Bewegung“ besser als alle Pharmaka und könne Diabetis und Folgeerkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck und Arteriosklerose sogar verhindern.

Ernährungsberaterin Jenny Janzer von der AOK wies daraufhin, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung gerade für Diabetiker sei. Nur ein bewusster Umgang mit Nahrungsmitteln ermögliche ein zufriedenes Leben mit der Krankheit.

Diese Punkte griff auch Prof. Dr. Eberhard Siegel, der Diabetologe des St. Vincentius Krankenhauses in seinem Vortrag auf. Klinische Studien hätten bewiesen, wie wichtig regelmäßige Bewegung für eine Verbesserung des Krankheitsbildes sei. Gute Ergebnisse erziele man schon mit 30 Minuten körperlicher Aktivität pro Tag. Dabei sei es unwichtig, ob die Patienten Kraft- oder Ausdauer-Sport betreiben würden. Entscheidend sei die Regelmäßigkeit und die komme automatisch, wenn die Bewegungsübungen den Patienten Spaß machten.

Wie gut Bewegung in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten funktioniert, bewies Bernd Jäger vom MTV Karlsruhe, der mit seinem Diabetiker-Kurs verschiedene Übungen vorführte, welche die Zuschauer spontan zum Mitmachen animierten.

Ausführliche Informationen und professionelle Beratung zum Thema Diabetis erhalten Sie in Durlach in den Rundum gesund Apotheken. Kurse zum Umgang mit Diabetis bietet die AOK mit ihrem Curaplan-Programm an, Sport- und Rehakurse speziell für Diabetiker werden im Rahmen der Vereinsinitiative Gesundheitssport e.V. vom MTV Karlsruhe angeboten.“

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